30.09.2026

 

Eigentlich hatte ich ein paar schöne Fotos und Berichte von einem echt tollen Wochenende sammeln wollen, um das Welpentagebuch mal etwas weiter zu führen. Da aber viel zu viel passiert ist und ich sehr viel über mich und meine Hunde wieder lernen durfte, finde ich, dass es viel zu wichtig ist, um es im Welpentagebuch untergehen zu lassen. Hierfür brauchen wir eine eigene Seite. Es wird also ein gemischtes Update :-)

 

Das ich mein eigenes "Teilzeitblond" kenne, hatte ich ja schon an anderer Stelle erwähnt.
Wir können auch anders. Nein, ich kann anders. Die Lockenwölfe sind viel flexibler als ich. Die machen einfach alles mit <3
Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag, Montag - 5 Termine, ein Tag in eigener Sache, halber Tag Pause und dann wieder zur Arbeit.
Klar warum nicht. Ist doch voll einfach.
2 Besuchergruppen kannte ich schon. 2 waren neu, einer von den neuen war 2x eingeplant. Jeder hatte sein Zeitfenster; ich auch.
Was soll da schon schief gehen? Ich habe ja alles im Kopf und alles ist perfekt durchgetaktet. So wie immer.
 

 

Der erste Termin am Donnerstag war schon ne Wucht.
Nach der Arbeit hatte ich noch etwas Zeit und somit wollte ich mit der Rasselbande noch im Garten bleiben. Bei dem schönen Wetter, hält uns nicht viel im Haus.
Die Kleinen haben gespielt. Die Alten in der Sonne gedöst. Ich habe etwas Fellpflege gemacht. Perfekt.
Bis zu dem Punkt, als mein Besuch vor dem Tor stand!
Ich habe die Zeit vergessen. Komplett vergessen!
Ich weiß, dass das rasch passiert und ich bemühe mich sehr, das zu verhindern. Mit mäßigem Erfolg. Und Donnerstag eben mit keinem Erfolg.
Wichtig ist, was danach los war.
Da ich mich über die Situation doch arg erschrocken hatte, kippte bei mir die Stimmung. 
Was los ist, was ich mache, was das ist, wieso, weshalb, warum war alles für mich greifbar. Ich habe das alles voll mitbekommen, ändern ist aber trotzdem nicht möglich. Nicht so. Nicht alleine.
Für meinen Besuch war das kein großes Thema und alles war gut. 
Entschuldigt habe ich mich auch und auch mehrfach sagen müssen, dass das jetzt nicht geht. Dass wir das später machen. Dass der Hund das jetzt nicht tun wird.
So ganz für Voll nehmen mich die Hunde dann nicht. Nicht weil sie unerzogen sind oder blöde sind, sondern weil sie mit etwas viel Wichtigerem beschäftigt sind. Mit mir.
Wegen meiner Unruhe, Dynamik und Hektik war das Rudel auch arg in Bewegung und unruhig. 
Ich selbst wusste kaum wohin mit mir und versuchte das zu erledigen, was ich vergessen hatte; war ja im Garten zu lange beschäftigt.
Meine Hunde waren stark damit beschäftigt mich zu regulieren.
Es war das perfekte Chaos lol
Wie sieht sowas aus und was machen die Lockenwölfe?
Wer mich und meine Hundies kennt und/oder schon erlebt hat, weiß, dass die Hundies viel neben mir oder hinter mir laufen. Wer vorläufig bleibt in Kontakt.
Wer im Weg steht, wird von mir gescheucht. Mit Schnalzen kann ich dafür sorgen, dass sich die Rasselbande bewegt, weiter läuft oder mir aus dem Weg geht. Das schont Nerven und Pfoten.
Sie sind sehr achtsam und lassen mich führen.
In besagter Situation ist auch mein Rudel stark beschäftigt. Sie sind sehr nah bei mir. Sie hören nicht mehr oder nicht so gut auf mich, wenn ich was sage. Das ist aber nicht zu verwechseln mit Ungehorsamkeit! Wenn der Hund mit mir beschäftigt ist und nicht hört, hat er was Wichtiges vor. Wenn der Hund mit etwas anderem beschäftigt ist und nicht hört, sollte ich mich wieder in Erinnerung bringen und die Regeln klären! Das sind 2 verschiedene Situationen und sehen, von außen betrachtet, wie Ungehorsamkeit aus!  Wenn man es nicht kennt, wird der Unterschied übersehen. Sie umzingeln mich. Sie lassen sich nicht scheuchen und gehen nicht aus dem Weg. Sie sind echte Stolperfallen für mich und es kommt - leider - immer wieder mal vor, dass ich eine Pfote erwische. Sie stehen mir im Weg.
Das, was die Hundies da machen, ist ein ganz natürliches Verhalten.
Da braucht der Mensch nichts machen, beibringen oder erziehen. Es ist einfach da und passiert. Wir müssen es einfach nur zulassen.
Diese Art von Regulation geschieht im Rudel nämlich auch. Man kann es dort oft bei Welpen und Halbstarken sehen.
Wenn einer der jüngeren Hunde seine "wilden 5 Minuten" hat, wird er vom Rudel oder von einem Teil davon gestoppt, ausgebremst, mitunter auch leicht fixiert. Es sieht krass aus, ist aber Regulation.
Erst wenn sich der Querulant beruhigt hat und zu Ruhe gekommen ist, lassen die Hunde von ihm ab. Dann geht das Leben normal weiter. Es wird nicht getadelt, nicht gemaßregelt und keiner ist nachtragend. Alles ist wieder so, wie es sein muss.
Mitunter kann es in solchen Situationen auch laut werden. Ich werde laut. 
Für die Hundies nicht schlimm und vor allem kein Grund nachzugeben. Sie werden eher noch penetrant nerviger. 
Ich werde sie einfach nicht los. Sie bleiben, egal was ich mache <3
In mir gibt es verschiedene Gründe, warum das Rudel so reagiert. Leider erkennen die Lockenwölfe nicht das Warum. Sie können nicht noch mehr machen, als sie ohnehin schon tun, aber ich kann die Hilfe, die Nähe, die Kontrolle nicht in jeder Situation zulassen und dann kämpfen wir, leider dann auch gegeneinander, uns durch den Tag, bis wir endlich zu Bett können. Morgen ist alles wieder gut. Auch ich. 
An solchen Tagen kann ich Menschen aus dem Weg gehen oder ich versuche es so gut es geht. Das hilft mir. Den Hundies kann ich, zum Glück, nicht aus dem Weg gehen, sie bleiben trotzdem oder gerade deswegen an meiner Seite. 
Am Donnerstag war das zum Glück nicht so. Ich konnte später mit den Hunden zur Ruhe kommen und der Rest des Tages war schön. Keiner musste kämpfen.
Mein Besuch hat sich zum Glück nicht stören lassen. Sie kannten das Rudel ja nun auch schon in "normal" und mich kannten sie auch. 
Wenn ich nun aber darüber nachdenke, wie oft sowas schon passiert ist, auch beim ersten Besuch. Wie das auf andere wirkt und ich kann nichts erklären oder keine Antworten geben, dann bleibt ja nur "Iree und unerzogen" übrig. 
Nicht so ganz toll. 
Also in Bezug auf mich, ist es wichtig, dass ich dies besser lernen und verstehe, damit ich zur gegebener Zeit - hoffentlich - besser damit umgehen kann. Jetzt wo ich es schreibe, hört es sich mega gut und einfach an. Mal schauen, ob es das auch ist ;-)
In Bezug auf die Hunde und vor allem Welpen und Halbstarke ist es mega wichtig, dass neue Welpeneltern dies kennen. Nicht unbedingt mich, sondern das, was die Hunde machen.
In vielen Hundeschulen spukt noch der Irrglaube umher, dass man den Welpen, wenn er seine "wilden 5 Minuten" hat, alleine lassen soll. Raum verlassen, Tür zu und warten, bis er zur Ruhe gekommen ist.
Noch blöder geht es schon gar nicht und ich erkläre dies ständig und hoffe immer sehr, dass die Familien es verstehen und auch umsetzen. Mittlerweile weiß ich, dass ich labern kann, so viel ich will, es bleibt nicht alles hängen, es wird nicht gemacht oder es wird abgelehnt oder man hat woanders etwas anderes gelesen. Im Internet steht viel und nun noch mehr lol
Versuchen möchte ich es aber trotzdem. Jetzt erst recht. Irgendwann muss es doch "klick" machen.
Also. So nicht. Aber wie denn dann?
So wie es die Hunde machen <3
Schnappt euch euren Rabauker. Bleibt ruhig. Kuschelt. Entspannt und wartet, bis er zur Ruhe gekommen ist. Es kann mehrere Versuche brauchen, bis er wieder reguliert ist. Einfach weitermachen, bis alles wieder normal ist.
Hunde leben in Familien NICHT in einem Rudel. Jedes Familienmitglied ist wichtig. Auf alle wird aufgepasst. 
Mitunter gibt es nichts Schlimmeres, als aus diesem Chaos herauszukommen und da ist niemand.
Der kleine Fifi hat seine wilden 5-Minuten. Kopf ist ausgeschaltet. Körper läuft auf Hochtouren. Seine Familie verlässt ihn. Während das Chaos noch da ist, ist das noch okay, aber sobald der Kopf wieder an ist, sind alle weg. Keiner da. Er weiß weder wohin noch warum noch sonst was. 
Schon mal darüber nachgedacht, wie man beim Welpen Trennungsangst aufbaut? 
Lasst diesen Mist sein. 
Ihr wolltet einen Hund, ihr habt einen und den Scheiß werdet ihr zusammen durchleben müssen.
Lasst euren hyperaktiven, aufgedrehten Wirbelwind nicht alleine. Helft ihm beim Regulieren und gibt ihm Zeit, wieder ins Hier und Jetzt zu komen. Das ist für die Hunde ein ganz natürliches Verhalten. Richtig angewendet, wird er es verstehen und mehr Bindung und vor allem Vertrauen zu seine Familie aufbauen <3 
PS: Lasst auch eure Kinder nicht alleine. Bleibt in der Nähe aber seit da, wenn der Kopf wieder an ist werden sie euch brauchen.
 
Der Freitagbesuch war schon besser. Ich habe die Zeit nicht vergessen und war - wie immer - am warten. Das ist für mich viel entspannter und stressfreier und so kann das neue Abenteuer kommen.
Es war sehr interessant und beide Seiten haben neue Eindrücke gewonnen. 
 
Samstag war mein Ich-Tag.
 
Sonntag waren 2 Termine.
Morgens eine Gassieverabredung und Nachmittags auch noch mal.
 
In der ersten Gassierunde hatte ich Ariana dabei. Sie war durch mein gerede mehr in ihrem eigenen Tunnel und hörte nicht, weil sie mit anderem beschäftigt war. DAS ist ungehorsam. Ich habe ihr mehrere Versuche gelassen, um selbst wieder den Anschluß zu mir zu finden. Da sie es nicht geschafft hat, gab es eine Erinnerung, dass ich auch noch da bin und zack war die Leitung wieder frei. Da brauche ich keine Leckerlies, keine Diskussionen. Kein Druck. Da verlange ich nach Mitspracherecht und gut ist. Ariana hatte danach ja mehr Freiraum als vorher, da sie nun wieder mit mir "sprach". Sie konnte fragen und zeigen, was sie will und ich konnte lenken. So ist es viel entspannter für alle.
Mein Besuch hatte damit nicht gerechnet, aber da ich punktgenau agieren muss, damit der Hund es auch richtig versteht, ich will ja keine Angst aufbauen, nur wieder ins Gespräch kommen, kann ich kaum Warnungen geben. Dort wo ich sehe, dass sich was aufbaut, gibt es schon mal Warnungen, dass es gleich knallt - also unter den Hunden - , nicht erschrecken. Der Rest ist einfach zu schnell und ich muss im nachhinein erklären. Auch gut.
Und ich denke, dass hier ein wichtiger Unterschied ist, warum es hier klappt und warum andere Hundebesitzer mit schon einem Hund überfordert sind. Ihr redet einfach zu wenig. Das Gelaber von euch, kann der Hund nicht gebrauchen. Wenn ihr aber im Gespräch bleibt, im Hundegespräch, dann läufts, weil man sich versteht.
Wenn der Hund euch also ignoriert, dürft ihr, nein ihr müsst sogar, euch wieder ins Gedächtnis rufen. Auch mit etwas mehr Einsatz, aber ganz bestimmt nicht respektlos und dominant. 
Dominant: Wer aufpasst, hat die Arschkarte. Die Aufpasserrolle wird einem zugesprochen. Sie hat nichts mit Dominanz zu tun. (habe ich schon in einem anderen Text erklärt)
          
 
 
 
Die zweite Gassieverabredung war ein Volltreffer. Wir haben quasi alles abgeräumt.
 
Ein Paar haben wir getroffen, da habe ich viel zu spät die Info bekommen, dass BEIDE Angst vor Hunde haben und sie schon fast vor einer Panikattacke stand; zumindest sah es dann so aus.
Leute, bei allem Respekt, aber so wichtige Info brauchen wir (alle Hundebesitzer, nicht nur ich) VORHER, nicht erst wenn wir auf Augenhöhe stehen.
Meine Halbstarken waren sehr interessiert. Hunde riechen Angst und meine wollen dann helfen. Ist doch ganz normal. Der Mensch kann das gerade nicht alleine. Sie durften es aber nicht. 
Ein solches Verhalten, Benehmen oder wie man es auch immer nennen mag, kann gegenüber dem falschen Hund echt böse enden!
Dann heißt es vom Hundebesitzer, dass der Hund sowas noch niemals gemacht hat. Die Angstperson wird in ihrer Angst noch mehr bestätigt und mitunter stark verletzt. Der Hund ist heillos überfordert, weil er so ein irres Chaos einfach nicht kennt und als Gefahr einordnet.
Man redet aneinander vorbei, weil ein wichtiger Informationsaustausch zwischen den 2-Beinern fehlt.
Die Situation war zwar blöde, aber ganz bestimmt nicht beabsichtigt und mit mehr Sprachgebrauch wohl besser lösbar.
Für mich war die Situation aber das Highlight des Tages!
Ich lebe mit den weltbesten Lockenwölfen zusammen <3
Die Kleinen waren großartig. Man hat sie nur nicht verstanden. Ich habe sie aber verstanden. Wir reden.
 
Einen anderen Gassiegeher haben wir auch getroffen. Da der Hund schon von weitem fixierte, wollte ich der Situation Raum geben. Ja, war gut so lol
Einen weiteren Hund haben wir getroffen, der dann mal ganz kurz und knackig gesagt hat, wie der Hase läuft und da konnten sich meine Halbstarken auch zurücknehmen. Sowas ist nicht schlimm und meine haben dadurch keinen Minderwertigkeitskomplex bekommen. Solche Situationen eskalieren nur, wenn beide Seiten regeln wollen. 
Und zu guter Letzt gab es noch einen weiteren lieben Menschen, den wir getroffen haben, wo wir ins Gespräch gekommen sind und wo die Lockenwölfe einfach Hundies waren. Mal gucken, etwas streicheln, wo anders schnüffeln, bei uns warten - es war alles dabei.
Als der Sonntag dann um war, gab es viiiiiiel zum Nachdenken.
 
 

            

 

Montag ist dann alles anders gekommen als gedacht oder geplant.
Durch meinen Besuch hatte ich das Glück wertvolle Menschen kennen zu lernen.
Unsere Gespräche waren vielfältig.
Sie erzählten mir auch von ihrem Job. Was sie machen und was ihre Aufgaben sind. 
Natürlich weiß ich, dass es diese Berufsbereiche gibt. Das es Menschen gibt, die aufpassen, die das Bindungsstück bilden. 
Aber es dann zu hören war zu viel. 
Es war gut und schön und wichtig, aber eben viel.
Ich will vieles nicht hören. Ich weiß nicht, wie es wird. 
Wörter sind so stark. Sie können verletzen und heilen. Sie bringen Ruhe und Chaos. Manchmal will ich das Risiko nicht eingehen, weil ich nie weiß in welche Richtung es kippt. Ich will es nich hören.
Manchmal brauchen wir aber genau dieses Chaos, um klar denken zu können.
Ihr habt binnen Augenblicke gutes Chaos gestiftet und die Ruhe bewahrt. Das kann leider nicht jeder. Danke dafür xx
Das Gespräch war auch für mich sehr wichtig. Für mich als Mensch, nicht als Züchter.  
 
Ich hoffe ich trete euch nicht auf die Füße, aber zu jemanden sagen, dass das zeigt wie stark du bist, ist nur schwer auszuhalten, wenn die angesprochene Person ganz genau weiß, dass sie schon seit einer gefühlten Ewigkeit versucht eine Glühbirne für die Schlafzimmer Lampe zu kaufen, dies aber nicht geht weil das Geschäft wo sie eigentlich einkauft, diese nicht hat und ein anderes Geschäft zur Zeit nicht geht. Das ist nicht stark. Das ist dumm. Das ist purer Mist, den man lieber niemandem erzählt, sonnst wird man noch für Blöd gehalte.
Ihr wusstet von meinem Glühbirnenproblem natürlch nichts. Ich dann aber plötzlich doch.
Ich werde meine Familie fragen, ob sie mir eine besorgen oder warten bis es um mich wieder ruhiger wird, dann kann ich mehr, oder sie mir vom Weihnachtsmann wünschen und bis dahin ist es einfach so wie es ist und ich bin froh eine sehr gute Taschenlampe zu haben. Und vielleicht liegt genau in diesem Teil "stark sein". 
 
Dieser Besuch hat meine Rasselbande dann anders erleben dürfen. Sie wurden inniger, aber ruhiger. Keine Dynamik. Kein Durcheinander. 
Diese Art der Regulation mag ich. Dann liebe ich meine Hundies noch mehr und bin dankbar, dass sie bleiben. So ruhig und lieb. 
Sie sind einfach da. Sie bleiben ohne zu urteilen. So wie ihr Zwei.
 
Nach einer Weile hat sich mein Besuch wieder auf den Weg gemacht und meine Pause stand an.
Etwas mehr Ruhe und Zeit brauchte ich jetzt schon, bis wieder was ging, aber zusammen haben die Lockenwölfe und ich das hinbekommen und somit wollten wir, wie geplant, zum Zoo fahren.
Weit sind wir leider nicht gekommen und das Chaos zog bei mir wieder ein.
Autopanne.
Hier hat eines auf dem anderen aufgebaut. Bis auf, dass das Auto schrott ist, ist nichts schlimmes passiert. Überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil! Aber im Kopf war es schlimm.
Für jemanden, der nicht wirklich telefonieren kann. Der damit echt Probleme hat, sind 6 Telefonate, quasi 7 zuviel.
Meine, für mich, sehr "wichtigen" Fragen wurden am Telefon total entspannt, ernst und ruhig beantwortet.
Als die Dame am Telefon mir geholfen hat und erklärt hat, wie wir das machen, war da erst mal Ruhe. Ich hätte auf die Antwort selber drauf kommen können. Ist ganz logisch. Teilzeitblond.
Ich hatte es auch fast bis zum Schluss gut hinbekommen. Meine Lockenwölfe waren sau cool. Manchmal etwas gelangweilt aber top <3 Etwas gassi waren wir auch, aber nicht viel. So lange konnte ich nicht vom Auto wegbleiben. Ich wusste zwar von der langen Wartezeit und dass ich nochmal angerufen werde, aber ich konnte da einfach nicht weg. Dann lieber in Ruhe warten. Sorry doggies xx
 
Der erste gelbe Engel kam und wollte beim Reifen helfen. Leider sah er dann das ganze Problem und organisierte den Abschleppdienst für mich.
Mit dem zweiten gelben Engel vom Abschleppdienst musste ich dann auch noch telefonieren und da kippte es dann endgültig.
Das ging so schnell, da kam ich nicht gegen an.
2 Fragen hat der Herr mir zum Auto gestellt und ich wusste es nicht.
"Weiß ich nicht", zack die nächste Frage und ich wusste es wieder nicht.
Das wollte ich ändern. Ich wollte einen Weg finden, sowas anders zu sagen. Das nicht mehr zu machen. Aber wie sagt man etwas, wenn man es nicht weiß.
Wieso ist es in der einen Situation okay, es nicht zu wissen und woanders ist es falsch?
Ihr könnt es mir doch sagen. Euer Wissen mit mir teilen. Daraus kann ich lernen. Es bleibt irre viel bei mir hängen und das nächste Mal weiß auch ich es.
Seine Antwort:"Kein Problem. Ich schau mir das gleich an. Ich bin in ca. 20 Minuten bei Ihnen".
"Kein Problem" - das hat er gesagt. 
Frage/Antwort ging so schnell, dass es keine überlegte Lösung war. Das war echt. Es war kein Problem.
Als wir da dann saßen und ich mit meinem Kopf noch beschäftigt war, kam ein Mann und brachte mir eine Flasche Wasser und fragte, ob alles okay sei. 
Spätestens jetzt war Reden kaum noch möglich.
Ich habe mich für das Wasser bedankt. Konnte auch erklären, warum die Hunde nichts brauchen und versichern, dass wir gleich nach Hause gebracht werden.
"Okay, wenn sich der ADAC verspätet sagen Sie ruhig bescheid"
Auch hier nochmals vielen Dank xx Die Hundies haben dann frisches Wasser Zuhause bekommen. Den ging es deutlich besser als mit xx
 
Mein Auto wurde dann verladen und befestigt und dann hieß es, dass die Hundies nun einsteigen können. Sie fuhren in meinem Auto mit und ich beim gelben Engel.
Hier zeigte sich dann wieder, was für coole Hunde ich habe. 
Ich habe die Rasselbande zwischen die Rampe geführt, dann ein "Warte".
Maui, Lana, Lilly und Ophelia habe ich dann auf die Ladefläche gehoben.
Gypsy und Mia habe ich, vom Boden aus, über die Anderen, ins Auto gesetzt.
Dann selber auf die Ladefläche gestiegen und die anderen 4 ins Auto gesetzt. Nacheinander den Namen gesagt, abgeleint und ins Auto gesetzt.
Dann ein "stay" und Kofferraum zu. Fertig.
Ein erstauntes Lächeln vom gelben Engel:"Die sind aber lieb".
Ja, das sind sie wirklich <3 <3 <3 
Wenn der Hundekopf frei lernen darf, kann er in allen Situationen auf sein Wissen zugreifen und das passende Verhalten nutzen.
Die Situation war - verladen ins Auto. 
Dass die Umstände andere sind, spielt hier keine Rolle. Dann eben so :-) 
Echt cool.
 
Gestern ging bei mir noch nicht viel. 
Ich hatte keinen Plan, keine Lösung, keine Antworten. Nur Unruhe. 
Den ganzen Tag habe ich mich aktiv beschäftigt. Ich war im Fitnesscenter, habe über drei Stunden den Rasen gemäht, Layla frisiert, mich um die Hundes gekümmert und noch ein paar Kleinigkeiten.
Bis auf das Fitnesscenter waren die Hundies und ich die ganze Zeit zusammen. Sie ziehen solche Tage mit mir durch. Sie sind aufmerksamer, aber fallen nicht ins "Aufpassen".
Meine Lockenwölfe kennen auch das und sie mögen mich auch dann noch. Wir machen halt jeden Scheiß zusammen.
Gegen 17Uhr war der Tag dann mit mir fertig. Ich kam zu Ruhe. Noch was essen - zum Glück - dann baden und ab ins Bett.
Heute geht es mir gut. Ich habe einen Plan. Viele Antworten und in ein paar Stunden weiß ich, wie es weitergeht. Das Warten hilft. 
Auch konnte ich ein wichtiges Telefonat führen und meine Hundies schlafen zufrieden im Esszimmer, während ich diesen Text schreibe.
Ruhe. Kein Chaos.
 
Auch kann ich über die letzten Tage jetzt schmunzeln.
Es ist doch manchmal erstaunlich, wie viel Mist und Schönes in so kurzer Zeit passt.
Und wie gesagt, außer dass mein Auto schrott ist, ist nichts schlimmes passiert.
Es war nur viel. Mitunter sehr viel. 
Gehen da nicht bei jedem mal die Nerven durch ;-) 
Ja bestimmt. Es ist halt das Kleingedruckte was den Unterschied macht und das muss man kennen, um es zu erkennen, sonst sieht von außen alles Gleich aus.
Wer sich im Detail auskennt, wird das große Ganze verstehen.
 
Noch ein kleiner Insider:
Jetzt sind es wohl nur noch 25 xx
 
 
            
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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